Nachwuchsforscher bei der Arbeit


Die Schüler*innen des Wahlpflichtgegenstandes „Forscher und Entdecker“ (WFUE) hatten im Unterricht die Möglichkeit, Speiballen von Schleiereulen zu untersuchen. Diese „Gewölle“ stammen aus dem südwestlichen Innviertel und wurden uns dankenswerterweise von Herbert Höfelmaier aus Ostermiething, dem Betreuer eines erfolgreichen Nistkastenprojektes zur Wiederansiedlung der seltenen Schleiereule, zur Verfügung gestellt.

Gewölle sind längliche, meist graue Gebilde, die von Eulen, aber auch von Greifvögeln und Krähenvögeln ausgewürgt werden. Sie enthalten die unverdaulichen Teile der Beutetiere wie Haare, Federn, Knochen und Zähne. Sie können meist an den Schlafplätzen der Tiere (unter Bäumen in Wäldern oder Parks, in Scheunen oder Türmen) gefunden werden. Für die Analyse von Gewöllen eignen sich Eulengewölle besonders gut, da Eulen ihre Nahrung nicht völlig zersetzen können. Daher bleiben in den Gewöllen Knochen und Zähne der Beutetiere erhalten. Anhand dieser Überreste kann man die Beutetiere bestimmen. Das wichtigste „Beweisstück“ ist dabei der Schädel.

Beim gründlichen Untersuchen der Gewölle konnten die Schüler*innen der 4a und 4b die gefundenen Schädelreste bestimmen und den jeweiligen Tierfamilien (Spitzmäuse, Wühlmäuse, Echte Mäuse, Vögel) zuordnen. Außerdem konnten sie dabei auch den Umgang mit Pinzette, Präpariernadel und Handlupe üben.

 

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